Über den Autor
Der Erzähler dieser Geschichten liebt Köln. Er ist ruhig, kreativ und doch oft etwas müde vom Alltag. Während manch einer vielleicht längst aufgegeben hätte, lebt in ihm noch immer ein kleiner Funke Fantasie weiter. Genau deshalb konnte Arti auch überhaupt erst bei ihm einziehen.
Er arbeitet hart, denkt viel nach und trägt manche Dinge länger mit sich herum als gut für ihn wäre. Bewahrt hat er sich dennoch seinen trockenen Humor und auch eine gewisse Geduld, die man braucht, wenn plötzlich ein 13 Zentimeter kleines Einhorn im Wohnzimmer Gummibärchen sortiert, Dreiräder tunt oder nachts heimlich Gummibärchentüten plündert.
Der Erzähler behandelt Arti nie wie ein Haustier. Für ihn ist Arti eher ein kleiner Mitbewohner, manchmal Chaosverursacher, manchmal Trostspender – und manchmal einfach nur ein komplett überdrehtes Einhörnchen mit viel zu vielen Ideen.
Auch wenn der Erzähler meistens vernünftig bleibt, merkt man schnell, dass er sich von Artis Begeisterung anstecken lässt. Dann sitzt er plötzlich mitten in der Nacht am Küchentisch und diskutiert ernsthaft darüber, ob ein Dreirad einen Turboantrieb benötigt oder wie viele Gummibärchen eigentlich als „gerechte Bezahlung“ gelten.
Er erzählt die Geschichten ruhig und bodenständig. Gerade dadurch wirken die absurden Situationen mit Arti oft noch lustiger. Denn egal wie verrückt alles wird – der Erzähler versucht meistens zuerst, die Wohnung, den Frieden und den Rest seines Nervenkostüms zu retten.
Tief im Innern weiß er wahrscheinlich längst:
Ohne Arti wäre es zu Hause deutlich leiser.
Aber eben auch ein gutes Stück leerer.